Über mich

Auffangen...
Zuhören...
Mitfühlen...
Halt geben.
Barbara Swanton
Wer ich bin,
was mich leitet...
...und warum ich
Freie Trauerrednerin
geworden bin.
Ein kleiner Einblick.
Der Tod ist mir in meinem bisherigen Leben auf vielfache Art und Weise begegnet.
Als Kind der irgendwie entfernte Tod der Großeltern (ja, damals hat man die Kinder noch ferngehalten...),
als junge Frau meine beiden Fehlgeburten,
der eigene Beinahe-Tod bei der Geburt meiner ersten Tochter,
die greifbar nahe Lebensbedrohung durch Krebs bei meiner 1-jährigen Tochter,
der grausame Unfalltod meines Bruders,
der begleitete Tod meiner Mutter, die schließlich in meinen Armen gestorben ist, etc...
...das alles hat mich geprägt und mich zu dem Menschen werden lassen, der ich heute bin.
Ich möchte nicht sagen, dass ich dankbar bin für die vielen Schicksalsschläge,
aber ich bin doch dankbar für alles, was daraus erwachsen durfte.
Als ausgebildete Sterbebegleiterin und Trauerbegleiterin bringe ich meine persönliche Einstellung zum Tod mit hinein in alles, was und wie ich agiere. Er ist für mich ein ganz natürlicher Teil des Lebens, die Vollendung eines Kreislaufes, und die seelischen Schmerzen, die damit verbunden sind, lassen uns am Ende wachsen und vorwärtsgehen.
P.S.: Das Gänseblümchen war die Lieblingsblume meiner Mutter - in ihrem Gedenken habe ich es zum Leitmotiv meiner Website gewählt...







Meine Kraftquellen...
Die großen Kraftquellen meines Lebens sind meine beiden "wunder-vollen" Töchter und eine große, spät gefundene Liebe!
Doch für das Leben als solches, aber natürlich im Speziellen auch für die Arbeit als Trauerrednerin, benötige ich - wie jede*r andere Mensch auch - Kraftquellen, die mir Halt geben, mich immer wieder auf- und erfüllen, die mir innere Ruhe und Weite schenken und die leise in meine Arbeit mit einfließen. Sie schenken mir Boden unter den Füßen und Offenheit für das, was Menschen mir anvertrauen. Hier möchte ich Ihnen ein bisschen davon erzählen.
Am Wasser sitzen
Wenn mein Blick auf Wasser ruht, wird mein Inneres still und findet neu ins Gleichgewicht.
Bewegung geschieht, ohne zu drängen, und erinnert daran, dass alles im Fluss bleibt.
Daraus wächst Gelassenheit – und die innere Weite, die meine Arbeit prägt.
"Alles fließt." - Dieses Zitat von Heraklit begleitet mich schon sehr lange.
Modellieren
Ich liebe das Modellieren, insbesondere von Gesichtern. Mit den Händen Form zu geben und zu erspüren, was da ist. Die Details zu suchen und zu erfassen. Im genauen Schauen, im behutsamen Formen entsteht eine stille Verbindung – Konzentration und Respekt vor dem, was sich zeigen will. Dieses achtsame Wahrnehmen prägt auch meine Haltung im Gegenüber.
Stille
Eine besondere Kraftquelle ist für mich die Stille. In ihr darf alles zur Ruhe kommen – Gedanken, Erwartungen, Worte. Stille öffnet einen Raum, in dem Wahrnehmen möglich wird: Von mir selbst, von meinem Gegenüber und von dem, was ist - und was sich vielleicht auch erst leise zeigt. Aus ihr wächst Klarheit, Ruhe und die Fähigkeit, wirklich da zu sein und selbst Kleinigkeiten wahrzunehmen.
Lesen
Beim Lesen von Büchern begegne ich Gedanken, Bildern und Lebenswirklichkeiten, die meine eigene Welt weiten. Worte können ordnen, trösten, Fragen offenhalten oder neue Perspektiven schenken. Im Lesen finde ich Anregung und Tiefe – und immer wieder das Gefühl, nicht allein zu sein mit dem, was Menschen bewegt.
Fahrrad fahren
Eine weitere Kraftquelle ist für mich das Fahrradfahren. In der gleichmäßigen Bewegung durch Gottes Schöpfung finde ich Rhythmus und Weite. Gedanken dürfen kommen und gehen, der Blick nach vorne öffnet sich. Unterwegs zu sein – mit eigener Kraft und im eigenen Tempo – schenkt mir Klarheit und neue Lebendigkeit.
Freundschaft
Sehr wichtig sind für mich meine Freundschaften. Im ehrlichen Miteinander, im Teilen von Gedanken und Gefühlen und im Füreinander da sein entsteht Vertrauen und Verbundenheit. Freundschaften erinnern mich daran, dass niemand den Weg allein geht – und dass getragenes Leben oft im Gegenüber spürbar wird.
Im DU zum WIR werden...
Die Liebe
Besonders grundlegend ist für mich die Liebe in ihrer Gesamtheit. Sie trägt und prägt tatsächlich all mein Handeln. Aus ihr wächst Aufmerksamkeit, Zugewandtheit, Mitgefühl und die Bereitschaft, anderen mit offenem Herzen zu begegnen. Die Liebe gibt meiner Arbeit ihr Fundament, gibt Richtung und Haltung – leise, verlässlich und verbindend.
Mein Glaube
Eine besonders tragende Kraftquelle ist für mich der Glaube. Er schenkt mir Vertrauen über das Sichtbare hinaus und trägt durch Zeiten, in denen Fragen bleiben. Im Wissen um Gottes Gegenwart und seine bedingungslose Liebe finde ich Halt, Zuversicht und die leise Gewissheit, dass das Leben gehalten ist – auch dort, wo Worte enden.

Kennen Sie das?
Wenn man auf seine bisherige Biographie zurückschaut, kann man unter Umständen feststellen, dass es tatsächlich einen roten Faden gibt. Er ist wie ein Leitfaden, der sich durch das ganze Leben zieht.
Für mich ist es das:
Immer wieder begegnen mir Menschen, die mir plötzlich vertrauensvoll ihr Herz ausschütten.
Dieses Vertrauen ist für mich ein unfassbar großes Geschenk.
Und ich darf dann tun, was ich gut kann: Zuhören und da sein, beistehen und helfen.
Die Menschen auffangen, wenn sie fallen und vielleicht ins Leere greifen.
Das wirkliche Zuhören ist eine Gabe, die mir wohl geschenkt wurde: Behutsam, zugewandt und mit offenem Herzen.
Ein echtes Zuhören in all seinen Farben, und mitfühlen, ohne zu überrollen.
Dieses Geschenk nutze ich - in der Sterbebegleitung, der Trauerbegleitung und als Trauerrednerin.
Sie betrauern im Moment ein geliebtes Leben - dieses gemeinsam mit Ihnen dankbar zu ehren, das prägt mich in meiner Arbeit als Trauerrednerin. Ihnen Halt zu geben, der leise stärkt und ein wenig Licht an den Rand der momentanen Dunkelheit trägt - das möchte ich Ihnen gerne ermöglichen.
Ich selbst glaube an unseren Gottvater und darf mich mit dem Tod auf das Heimgehen in seine tragende Liebe freuen,
aber es ist mir extrem wichtig zu betonen, dass ich diesen Glauben weder missionieren noch überstülpen will.
Es ist einfach mein Weg, der mir Kraft gibt. Sie gehen Ihren, und ich würde mich freuen, Sie dabei ein Stück begleiten zu dürfen.
Memento
Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?
Allein im Nebel tast ich todentlang
Und lass mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.
Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
– Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der anderen muss man leben.
Mascha Kaléko

Freie Trauerrednerin (IHK)
Barbara Swanton
Kontaktinformationen
Mail: barbaraswanton@googlemail.com
Tel.: 0157 77244706
